Gefängnisstrafe nach mehrfachen Raubüberfällen auf Spielhallen

Ein 34-Jähriger darf nach mehreren Raubüberfällen auf Casinos drei Jahre und sieben Monate im Gefängnis verbringen. Für ihn hat sich der Weg in die Spielhalle letztendlich nicht ausgezahlt.

Ein 34-Jähriger darf nach mehreren Raubüberfällen auf Casinos drei Jahre und sieben Monate im Gefängnis verbringen. Für ihn hat sich der Weg in die Spielhalle letztendlich nicht ausgezahlt.

Ein 34-Jähriger aus Burscheid wurde zu drei Jahren und sieben Monate Gefängnis verurteilt, da er zusammen mit einem Kollegen aus Leverkusen eine Reihe von Raubüberfällen begangen hatte. Der Burscheider setzte wohl auf die falschen Karten, traute sich bisher nicht seine Frau über die Überfälle und die Gerichtsverhandlung in Kenntnis zu setzen.

Sein Besuch vorm Landgericht und seine wiederholten „Besuche“ in den Spielhallen hielt er bisher vor seiner Frau geheim. Der Angeklagte überfiel zwischen dem 2. Juni und dem 2. Juli 2009 zusammen mit einem in Quettingen lebenden Freund, sowohl eine Spielhalle in Burscheid, eine Tankstelle in Wermelskirchen und gleich zweimal die gleiche Spielhalle in Kürten. Die Beiden erbeuteten insgesamt rund 5500 Euro, mit denen sie einerseits Mietrückstände beglichen, aber auch Kokain kauften und teils selbst mit Spielautomaten spielten.

Der 38-jährige Freund wurde bereits für diese Raubüberfälle und zwei weitere auf die Spielhalle in Burscheid und noch eine weitere Tankstelle zu fünfeinhalb Jahren verurteilt. Da er diese zusätzlichen Raubüberfälle allein begangen hatte, bekam er eine härtere Strafe.

Der 34-Jährige wurde angeklagt, nachdem sein Kollege ihn in seiner Verhandlung als Komplizen angab. Beide Täter erklärten vor Gericht, dass Spielleidenschaft und Kokain sie in die Schulden trieb.

Dieser Teufelskreis ist noch umso schlimmer, wenn man bedenkt, dass der bisher unbescholtene Ehemann und Vater von zwei Töchtern seit 11 Jahren eine feste gut bezahlte Arbeitsstelle innehatte. Bis zu dem ersten Überfall im Juni 2009 hatte er sich nie etwas zuschulden kommen lassen. Der geständige und zerknirschte Angeklagte hoffte umsonst auf eine Bewährung da für schweren Raus das Gesetz drei Jahre Mindeststrafe vorsieht. Jetzt wird er seine Familie in Kenntnis setzen müssen.

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